Ricotta Gnocchi
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Ricotta Gnocchi

Einfach selbstgemacht: Lockere Gnocchi aus Ricotta
Gnocchi selber machen ist viel einfacher, als man denkt. Diese Variante der Gnocchi mit Ricotta kommt ganz ohne Kartoffeln aus und ist mein persönlicher Favorit.
Viele scheuen sich vor der klassischen Variante, weil das Kochen, Schälen und Pressen der Erdäpfel oft mühsam ist. Bei der Ricotta-Variante fällt dieser ganze Aufwand weg. Du mischst einfach nur wenige Zutaten zusammen und erhältst herrlich fluffige, weiche Polsterl, die fast wie kleine Wolken auf der Zunge schmelzen.
Es ist das perfekte Rezept für alle, die das Handwerk in der Küche lieben, aber eine gelingsichere Alternative suchen.
Level
einfach
Portionen
2 Portionen
Gesamtzeit
Unter 30 Minuten
Wusstest du?
Ricotta ist streng genommen gar kein Käse. Er wird aus der Molke gewonnen, die bei der Käseherstellung übrig bleibt. Der Name bedeutet „zweimal gekocht“. Da er von Natur aus sehr bekömmlich ist, macht er diese Gnocchi viel leichter als die schwere Variante aus Kartoffelteig.
Das sind die Zutaten!
Die Basis für dieses Rezept bildet cremiger Ricotta. Es ist die wichtigste Zutat, die für die unvergleichliche Textur verantwortlich ist. Dazu kommt ein frischer Eidotter, der für die schöne Farbe und die nötige Bindung sorgt. Beim Mehl greife ich am liebsten zu einem glatten Dinkel- oder Weizenmehl, das sich fein mit den restlichen Komponenten verbindet. Der Parmesan bringt schließlich die würzige Tiefe hinein und sorgt dafür, dass die Gnocchi schon pur ein Genuss sind.
Um die Lockerheit zu behalten ist es wichtig, dass das Mehl vorsichtig eingearbeitet wird. Je mehr Mehl, desto fester werden die Gnocchi am Ende. Wer mag, kann den Parmesan auch einmal durch fein zerbröselten Feta ersetzen, um eine etwas andere Note zu bekommen. Beim Formen hilft eine bemehlte Arbeitsfläche, damit die kleinen Polsterl nicht kleben bleiben und ihre hübsche Form behalten.
Die gekochten Ricotta Gnocchi schmecken himmlisch als Beilage, einfach in Butter geschwenkt oder wie auf dem Bild in einer leichten Tomatensauce.

Nährwerte
| pro Portion | |
| Kalorien | 427 kcal |
| Kohlenhydrate | 33,3 g |
| Eiweiß | 20,0 g |
| Fett | 22,8 g |
Und so geht's!
01
Den Ricotta mit dem Dotter, dem Mehl und dem fein geriebenen Parmesan vorsichtig zu einem homogenen Teig verkneten und dabei nur so lange arbeiten, bis die Zutaten gerade so verbunden sind.
02
Den Teig für eine bessere Bindung kurz im Kühlschrank rasten lassen oder für die direkte Verarbeitung in vier gleich große Stücke teilen.
03
Jedes Teigstück auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche zu einem fingerdicken Strang rollen und dabei darauf achten, nicht zu viel zusätzliches Mehl in den Teig selbst einzuarbeiten.
04
Mit einer Teigspachtel kleine Stücke abstechen und diese entweder als schlichte Polster belassen oder für die klassische Optik vorsichtig über ein Gnocchibrett rollen.
05
In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Sieden bringen und die Gnocchi vorsichtig hineingleiten lassen.
06
Die Gnocchi nach dem Aufschwimmen etwa zwei bis drei Minuten ziehen lassen und anschließend mit einem Schaumlöffel direkt aus dem Wasser in die vorbereitete Sauce heben.


Das solltest du zum Rezept noch wissen!
Wie verhindere ich, dass die Gnocchi beim Kochen zerfallen?
Das Geheimnis liegt im sanften Sieden. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen, da die heftige Bewegung die feine Struktur der Ricotta-Masse zerstören könnte. Und nicht zu lange kochen. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, nicht mehr zu lange zögern.
Wozu passen die Ricotta Gnocchi am besten?
Sie sind unglaublich vielseitig. Ganz klassisch passen sie zu Tomatensauce oder Pesto. Ich liebe sie aber auch ganz simpel in brauner Butter mit frischen Kräutern wie Löwenzahn oder Salbei und extra Parmesan.
Kann man den Teig vorbereiten?
Ja, du kannst den Teig im Kühlschrank ein paar Stunden lagern. Ich empfehle jedoch, die Gnocchi frisch zu formen und direkt zu kochen, da der Teig durch den Ricotta mit der Zeit weicher werden kann.
Kann man die Gnocchi einfrieren?
Ja, das funktioniert super, solange sie noch roh sind. Dazu empfehle ich dir die Gnocchi auf ein bemehltes Brett oder Tablet mit Frischhaltefolie zu legen und erstmal anfrieren zu lassen. Anschließend kannst du sie in einen Gefrierbeutel packen.
Sobald du sie verwenden möchtest, nimmst du die gewünschte Portion aus dem Tiefkühlschrank und gibst sie unbedingt gefroren in das siedende Wasser - so zerfällt nichts und es wird auch nichts matschig.

Zubereitung
- Alle Zutaten vorsichtig zu einem Teig verkneten. Wichtig ist, nur so lange zu kneten, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben.
- Anschließend gerne im Kühlschrank kurz durchziehen lassen oder direkt weiter verarbeiten.
- Den Teig vierteln und jedes Stück zu einem fingerdicken Strang formen. Nutze beim Formen ausreichend Mehl, aber achte darauf, es nicht in den Teig einzuarbeiten. Durch zu viel Mehl verlieren sie ihre Lockerheit.
- Nun mit einer Teigspachtel oder einem Messer abschneiden und auf ein bemehltes Brett legen. Du kannst die polsterförmigen Gnocchi nun so belassen oder über ein Gnocchi Brett wälzen, um die typische Form zu bekommen.
- Einen Topf mit Wasser erhitzen. Die Gnocchi vorsichtig in das siedende Wasser gleiten lassen. Sobald die Gnocchi aufschwimmen, 2-3 Minuten weiter kochen.
- Anschließend abschöpfen und mit einer Sauce deiner Wahl garnieren.




















