Wenn Engel Kekse backen!
Die Bezeichnung „Engelsaugen“ klingt irgendwie magisch, oder? Diese kleinen Kekse sind in der Tat himmlisch! Ursprünglich stammen sie aus der deutschen Weihnachtsbäckerei!
Diese Kekse brauchst du weder auszustechen noch aufwändig zu formen und sie gelingen garantiert. Auch die Zutaten sind super einfach – vermutlich hast du sogar alles zu Hause!
Level
Portionen
ca. 100 engelsgleiche Kekse
Gesamtzeit
Je nachdem wie eilig du es hast, kannst du in 1 Stunde fertig sein oder den ganzen Tag damit verbringen!
Die Namensgebung
Die Bezeichnung „Engelsaugen“ für diese köstlichen Kekse kommt wahrscheinlich von ihrer charakteristischen Form und dem gefüllten Aussehen. Sie werden auch gerne „Daumendrück“-Kekse bezeichnet aufgrund der Herstellungsmethode. In Österreich würde man Husarenkrapferl sagen – diese gehören für mich aber eindeutig mit Marmelade gefüllt!
Die himmlischen Zutaten
Wie könnte es auch anderes sein: Die Basis dieser knusprigen Kekse bildet wiederrum ein Mürbeteig. Neben Butter, Zucker und Mehl, geben wir hier aber auch noch 2 Dotter und geriebene Haselnüsse mit in den Teig. Immerhin wollen wir ja nicht, dass alle unsere Kekse gleich schmecken?
Haselnüsse sind gesunde Kraftpakete mit ungesättigten Fetten, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. Ihr Genuss fördert Herzgesundheit, unterstützt die Verdauung und bietet vielseitige kulinarische Möglichkeiten. Nachhaltig angebaut, jedoch Vorsicht bei Allergien. Ich möchte hiermit ja nicht sagen, dass die Kombination mit Zucker und Butter hier zu einem gesunden Rezept führt – aber Haselnüsse sind auf jeden Fall richtige Power-Nüsse! Daher verwenden wir sie gleich doppelt: In geriebener Form im Teig und die gehackte Variante als Topping.
Schoko-Nuss-Creme: Kein Weihnachten ohne schokoladige Kekse oder? Bei der Creme greifen wir einfach auf das gute bekannte N*** zurück! Schmeckt einfach am besten – aber du kannst natürlich auch jede andere Schokocreme verwenden.
Nährwerte
| pro Portion | |
| Kalorien | 46 kcal |
| Kohlenhydrate | 3,9 g |
| Eiweiß | 0,7 g |
| Fett | 3,1 g |
Und so geht’s!
01
Alle Zutaten für den Mürbteig verkneten und am besten kurz im Kühlschrank überkühlen lassen. Wenn du ganz ungeduldig bist, kannst du auch direkt anfangen. Forme dazu einfach viele kleine Kugeln und lege diese auf ein Backblech.
Tipp für gleichmäßig große Kugeln: Rolle zuerst einen Teil vom Teig in eine daumendicke Rolle und stich dann immer gleiche Abstände ab – so gelingt es mir am besten, annähernd gleich große Kugeln hinzubekommen.
02
Nimm nur einen Kochlöffel und drücke mit dem Stiel Löcher in die Kugeln. Alternativ kannst du auch deinen kleinen Finger für die Mulden verwenden. Dreh die Kekse nochmal in gehackte Haselnüsse und leg sie dann auf ein Blech.
Ist dir das zu kompliziert, wälze einfach die Kugeln in den gehackten Nüssen und drück erst dann die Mulde hinein. Probier aus, welche Methode dir besser gefällt.
03
Backe deinen Kekse bei 170 °C Ober- Unterhitze für ca. 15-20 Minuten im Ofen. Die Backzeit ist wiederum von der Größe deiner Kekse abhängig. Lass deine Engelsaugen dann vollständig abkühlen.
04
Für den Kern des Auges füllst du etwas Schoko-Nuss-Creme in einen kleinen Spritzbeutel und füllst die Mulden damit auf. Ein Spritzbeutel macht dir die Arbeit auf jeden fall sehr viel einfacher. Zur Not kannst du auch einen Gefrierbeutel verwenden und die Ecke abschneiden (ganz fein.)
Bei 170 °C Ober- / Unterhitze für ca. 15-20 Minuten backen!
Das solltest du über das Rezept wissen
Kann man den Teig vorbereiten?
Den Mürbteteig kannst du gerne schon im Voraus vorbereiten – gerne schon am Vortag und in der Zwischenzeit im Kühlschrank lagern.
Der Teig lässt sich nicht gut verarbeiten - Was tun?
Übrigens: Es kann an der Marke von Mehl oder der Art von Butter liegen, die du verwendest, dass dein Teig nicht jedes Mal gleich wird. Oder es ist ein Zeichen vom Mond und einfach kein guter Tag zum Backen – ja, auch das gibt es!
Achtung beim Lagern in der Keksdose!
Beim Füllen der Kekse solltest du beachten, dass du nicht zu viel Füllung reingibst, sondern kannst du die Kekse später nicht übereinander stapeln, ohne, dass du kleckerst. Daher eher nur bis zum Rand füllen.
In der Keksdose solltest du auch auf jeden Fall Butterbrotpapier zwischen die Lagen legen, dann vermeidest du ebenfalls, dass deine Kekse von unten verschmiert sind.
Wie lange halten sich die Kekse?
Weihnachtskekse kannst du prinzipiell ohne Probleme 2-3 Wochen lagern. Am besten lässt du sie aber nicht am wärmsten Ort stehen. Vielleicht hast du eine Speis oder einen Keller, der etwas kühler ist als dein Wohnbereich? Die ideale Umgebung für Weihnachtskekse.
Was tun mit dem übrigen Eiklar?
Bitte halte übrig gebliebene Dotter und Eiklar immer auf – es gibt so viele Rezepte, wie du dieses verwerten kannst.
Gerade in der Weihnachtsbäckerei gleicht sich der Bedarf meistens aus – und wenn nicht? Dann frier das Eiklar einfach ein und taue es dann langsam im Kühlschrank auf, wenn du es brauchst!
Hier ein paar Ideen aus meiner Weihnachtsbäckerei:
- Marzipan Kringel
- Zimtsterne (Rezept funktioniert auch mit Ei)
- Haselnussbusserl

Haselnuss-Schoko-Engelsaugen
Zutaten
- 200 g Butter
- 100 g Zucker
- 2 Dotter
- 300 g Mehl
- 100 g geriebene Haselnüsse
- 50 g gehackte Haselnüsse
- 100 g Schoko-Nuss-Creme
Zubereitung
- Alle Zutaten für den Teig zu einem Mürbteig verkneten. Anschließend vorzugsweise im Kühlschrank für ca. 30 Minuten rasten lassen oder einfach gleich weiterverarbeiten - allerdings ist der Teig dann ziemlich weich und lässt sich etwas schwerer verarbeiten.
- Teile deinen Teig in ca. 10 Teile iundrolle diese zu einenen ca. daumendicken Strängen aus. Von diesen stichst du dann gleich Große Stücke ab. So bekommst du ziemlich gleich große Teigmengen für deine Kekse hin. Nun formst du die Stücke zu kleinen Kugeln.
- Mit dem Stiel eines Kochlöffels drückt du dann ein Loch in die Mitte der Kugeln. Anschließend tauchst du dieses noch in gehackte Haselnüsse bevor du es auf ein Backblech setzt. Alternativ kannst du auch deine ganzen Kugeln in den gehackten Nüssen wälzen un dann am Ende das Loch formen - wie es dir besser gelingt!
- Backe deine Kekse nun für 15-20 Minuten im Ofen und lass sie dann vollständig auskühlen.
- Am Ende fehlt nur noch die Schokofüllung. Diese dressierst du am einfachsten mit einem Einweg-Spritzsack (den du nur ein wenig aufschneidest) in die Mitte deiner Kekse und schon bist du fertig!
Notizen
Nährwerte
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ich habe das Rezept statt mit Butter mit Kokosfett probiert zusätzlich noch weihnachtliche gewürze beigemengt. die Verarbeitung ging besser, weil das Kokosfett nicht so klebt wie Butter. allerdings nach dem Backen waren die Kekse nur vom Ansehen schön. sie zerfallen bei der leichtesten Berührung. fazit: gern nochmal, aber dann ans Rezept halten 🙂
Hallo Suse, der Butterersatz ist gar nicht so einfach und eine Wissenschaft für sich. Auch wenn man glauben möge, dass man z.B. Butter und Margarine einfach ersetzen kann, ist das bei vielen Plätzchen gar nicht mal so einfach. Daher kann ich mir das gut vorstellen, dass sich auch das Kokosfett anders verhält beim Backen.
Auf jeden Fall tolle Idee mit weihnachtlichen Gewürzen – in Kombination mit Butter kannst du das gerne nochmal versuchen – freue mich über deine Erfahrung!