Überbackene Marillenpalatschinken

Gesamtzeit
Level
Einfach
Portionen
4

Warum du dieses Rezept lieben wirst!
Klassische Topfenpalatschinken, einmal umgedreht
Kennst du das Gefühl, wenn im Spätsommer die Marillen reif und süß vom Baum fallen und du am liebsten alles damit füllen würdest? Un dann die Entscheidung zwischen Marillen- oder Topfenpalatschinken? Ich würde sagen: Beides. Dieses Rezept vereint die Topfencreme der klassischen Topfenpalatschinken mit den traditionellen Marillenpalatschinken. Quasi einmal umgedreht: Die Marillen wandern in die Palatschinken, der cremige Topfen kommt obenauf und wird goldbraun überbacken.
Das Ergebnis ist eine wunderbar saftige Süßspeise, bei der sich fruchtige Marillensäure und milde Topfencreme perfekt ergänzen. Ideal als warmes Hauptgericht am Wochenende oder als süße Verführung nach dem Abendessen.
Inhaltsverzeichnis
Das kommt hinein
Zutaten und ihre Funktionen
Marillen
Die Marillen bringen die fruchtige Frische in dieses Gericht. Durch das kurze Köcheln mit etwas Stärke entsteht ein Röster mit angenehmer Bindung, der beim Backen nicht ausläuft und gleichzeitig herrlich intensiv im Geschmack bleibt. Alternativ kannst du auch einfach auf Marmelade zurückgreifen.
Topfen
Der Topfen ist das Herzstück der Creme und sorgt für die charakteristische Cremigkeit dieser Süßspeise. Er bringt eine milde, leicht säuerliche Note, die perfekt mit den süßen Marillen harmoniert.
Sauerrahm
Der Sauerrahm macht die Topfencreme besonders geschmeidig und verleiht ihr eine feine Säure, die das Gericht insgesamt leichter und weniger mächtig wirken lässt.
Eier
Die Eier sorgen sowohl im Palatschinkenteig als auch in der Topfencreme für Bindung. In der Creme sind sie außerdem dafür verantwortlich, dass die Masse beim Backen schön stockt und eine feste, aber saftige Konsistenz bekommt.

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Auch bei den Marillen gibt’s bei mir noch mehr zu entdecken, etwa den Marillenkuchen vom Blech oder den Marillen-Topfen-Strudel.
Variationen und Abwandlungen
Statt frischer Marillen kannst du auch Marillenmarmelade verwenden, wie in den Notizen beschrieben. Genauso gut funktioniert das Rezept mit Zwetschgen oder Pfirsichen, wenn du eine andere Fruchtnote möchtest.
Wer es etwas besonderer mag, ersetzt einen Teil des Staubzuckers in der Topfencreme durch Vanillezucker. Auch ein Hauch Zitronenabrieb in der Topfenmasse bringt eine schöne, frische Note.
Gut zu wissen!
Wusstest du, dass die klassischen Topfenpalatschinken aus der Wiener Mehlspeisküche stammen und ursprünglich oft als Resteessen aus übrig gebliebenen Palatschinken vom Vortag zubereitet wurden? Bei dieser Variante drehen wir die Rollen einfach um und schicken die Marillen in die Fülle.
schritt für schritt
So einfach geht die Zubereitung
Der große Unterschied zu klassischen Topfenpalatschinken liegt in der Reihenfolge. Hier füllst du die Palatschinken mit dem fruchtigen Marillenröster und gießt die cremige Topfenmasse erst danach darüber. Wichtig dabei: Der Marillenröster sollte ausreichend ausgekühlt sein, bevor du ihn in die Palatschinken füllst, sonst wird die Fülle zu flüssig und lässt sich schwer aufrolen.
Zwei Drittel der Topfencreme kommen zuerst in die Form, damit die gefüllten Palatschinken nicht direkt am Boden anhaften. Erst danach verteilst du den Rest der Creme obenauf. So entsteht die typisch überbackene Oberfläche.
Die Backzeit hängt stark von deiner Auflaufform ab. Wirf deshalb schon nach 30 Minuten einen ersten Blick in den Ofen. Fertig ist das Gericht erst, wenn an der Oberfläche keine flüssige Topfenmasse mehr zu sehen ist.


absolut gelingsicher
Tipps & Tricks für die perfekten Palatschinken
- Lass den Marillenröster am besten vollständig auskühlen, bevor du die Palatschinken füllst.
- Verwende eine niedrige, breite Auflaufform, dann wird die Oberfläche schön gleichmäßig goldbraun.
- Reife, süße Marillen brauchen oft keinen zusätzlichen Zucker im Röster.
- Falls du keine frischen Marillen bekommst, greif einfach zu Marillenmarmelade.
- Streu die frischen Marillenwürfel erst kurz vor dem Backen obenauf, damit sie nicht zu weich werden.
- Lass das Gericht nach dem Backen kurz überkühlen, dann lassen sich die Stücke sauberer abstechen.
gut zu wissen
Häufige Fragen zum Rezept
Kann ich die Marillen durch andere Früchte ersetzen?
Ja, Zwetschgen oder Pfirsiche funktionieren genauso gut und bringen eine schöne Abwechslung in das Rezept. Du kannst auch eine beliebige Marmelade verwenden oder z.B. Beeren etwas einkochen, andicken und einfüllen.
Warum muss der Marillenröster abkühlen, bevor ich die Palatschinken fülle?
Ein zu warmer oder heißer Röster ist zu flüssig und läuft beim Füllen aus den Palatschinken heraus. Ausgekühlt bindet er besser und lässt sich sauber einrollen.
Kann ich das Rezept auch mit Marillenmarmelade zubereiten?
Ja, das funktioniert wunderbar. Verwende die Marmelade einfach anstelle des selbst gekochten Marillenrösters zum Füllen der Palatschinken. So kannst du es auch ganz saisonabhängig das ganze Jahr lang zubereiten.
Welche Auflaufform eignet sich am besten?
Eine flache, breite Auflaufform ist ideal, damit die Topfencreme gleichmäßig überbackt und eine schöne goldbraune Oberfläche entsteht.
Woran erkenne ich, dass das Gericht fertig gebacken ist?
Sobald an der Oberfläche keine flüssige Topfenmasse mehr sichtbar ist und die Masse vollständig gestockt und leicht gebräunt ist, ist das Gericht fertig.
Das gesamte rezept im überblik
Rezeptkarte zum Drucken

Überbackene Marillenpalatschinken mit Topfencreme
Zutaten
- 2 Eier
- 400 ml Milch
- 200 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 400 g Marillen
- 10 g Stärke, oder Puddingpulver
- 50 ml Wasser
- 250 g Topfen
- 125 g Sauerrahm
- 2 Eier
- 50 ml Milch
- 40 g Staubzucker
- Staubzucker zum Bestreuen
- optional 1–2 Marillen, in Stücke geschnitten
Zubereitung
- Aus Eiern, Milch, Mehl und einer Prise Salz einen glatten Palatschinkenteig verrühren. In einer Pfanne nacheinander dünne Palatschinken ausbacken und etwas auskühlen lassen.2 Eier, 400 ml Milch, 200 g Mehl, 1 Prise Salz
- Die Marillen in Stücke schneiden und mit einem Teil des Wassers in einem Topf weich köcheln lassen. Das restliche Wasser mit der Stärke glattrühren, zu den Marillen geben und kurz aufkochen lassen, bis die Masse leicht bindet. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.400 g Marillen, 10 g Stärke, 50 ml Wasser
- Topfen, Sauerrahm, Eier, Milch und Staubzucker in einer Schüssel glattrühren, bis eine cremige Masse entsteht.250 g Topfen, 125 g Sauerrahm, 2 Eier, 50 ml Milch, 40 g Staubzucker
- Zwei Drittel der Topfencreme in eine Auflaufform gießen. Die Palatschinken mit dem abgekühlten Marillenröster füllen, einrollen oder falten und dicht nebeneinander in die Form setzen. Ruhig darauf achten, dass an den Rändern etwas Füllung hervorquillt, das schaut appetitlich aus.
- Die restliche Topfencreme gleichmäßig darüber verteilen. Wer mag, streut jetzt noch ein paar frische Marillenwürfel obenauf.optional 1–2 Marillen
- Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 40 bis 45 Minuten backen. Die genaue Zeit hängt von der Höhe der Auflaufform und der Schichtdicke ab, deshalb schon nach 30 Minuten einen ersten Blick riskieren.
- Der Auflauf ist fertig, sobald die Flüssigkeit vollständig gestockt ist und an der Oberfläche keine flüssige Topfenmasse mehr sichtbar ist. Aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten überkühlen lassen. Anschließend in beliebig große Stücke schneiden.
- Vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen und warm genießen.Staubzucker zum Bestreuen




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